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25.08.2017 Rennsteigwanderung von Masserberg nach Tambach-Dietharz

Wir hatten in den Jahren 2014-2016 den Rennsteig komplett bewandert. In diesem Jahr starteten wir wie schon im letzten Jahr in Masserberg wanderten aber diesmal in die andere Richtung. Dabei bei der diesjährigen Wanderung waren Max aus der AWG, Gök-Deniz aus der Wohngruppe III, Corvin aus der Wohngruppe IV und die beiden Erzieher Herr Launhardt und Herr Besecke.
Am 01.08.2017 gegen 09.40 Uhr starteten Max und Herr Besecke von der Herderstraße auf ihre erste Etappe Richtung Bahnhof Apolda. Dort warteten bereits Deniz, Corvin und Herrn Launhardt und es sollte kurz vor 10.00 Uhr per Zug Richtung Erfurt gehen. Aufgrund eines Unfalls mit Personenschaden zwischen Weimar und Erfurt gab es Verzögerungen im Bahnverkehr und so erreichten wir den Erfurter Hauptbahnhof erst mit einer 50 minütiger Verspätung. Bei einer Verspätung von 42 Minuten hätten wir unseren Anschlusszug bekommen. So war klar, dass wir mindestens mit 2 Stunden Verspätung in Masserberg ankommen, da die Busse nur im 120 Minutentakt fahren.



Auf Grund eines Schienenersatzverkehrs auf der Strecke, durften wir auch nochmal zusätzlich umsteigen. Dabei schrammte eine Person unserer Wandergruppe haarscharf an einer Ohrfeige einer 25jährigen Busmitfahrerin vorbei. Dass kommt davon, wen man Leute „dumm macht“. Kurz vor 16.30 Uhr erreichten wir endlich Masserberg, den Endpunkt 2015 und den Startpunkt der letztjährigen Rennsteigwanderung. Dieses Jahr starteten wir kurzfristig dann nicht in Masserberg, sondern im Nachbarort Schnett, da wir dort kurz einen Arzt aufsuchten, um uns ein Rezept für ein Notfallmedikament ausstellen zu lassen.



Somit starteten wir deutlich später auf unsere heutige acht Kilometer lange Wanderstrecke. Das Wetter und die Stimmung war gut, so dass in Windeseile unser heutiges Nachtlager erreichten. Nach einem leckeren Abendbrot begaben wir uns zeitnah zu Bett und bald fielen wir auch durch Max sein „Sexbomben“ und „Wildschweingequatsche“ in einen tiefen Schlaf.
Am zweiten Tag (02.08.2017) starten wir nach einem Müslifrühstück schon gegen 09.00 Uhr Richtung Neustadt am Rennsteig. Dort gab es noch dem Auffrischen der Marschverpflegung und unserer Wasservorräte als zweites Frühstück leckere Bockwurst im Brötchen. Dann erreichten wir den Mittelpunkt des Rennsteiges, passierten den wunderschönen Ort „Allzunah“ , wo wir auch unsere Mittagspause einlegten und im alten Bahnhof „Rennsteig“ gab es als Vesper eine leckere Fassbrause in der Geschmacksrichtung Himbeer.



Kurz vor dem Ende der heutigen 21 Kilometer langen Wanderstrecke trafen wir noch auf 20 JägerInnen, die die letzten Absprachen für die in der Nacht stattfindenen Treibjagd trafen. Somit machten wir uns nachts keine Gedanken, als wir einige Geräusche hörten.
In der Hütte, wo wir diese Nacht nächtigten, hatten wir bereits vor zwei Jahren mit John, Lucas und Etienne übernachtet.
Am nächsten Tag (03.08.2017) war der Nieselregen bis in den Nachmittag unser ständiger Begeiter. Über den „Mordfleck“, an der „Schmücke“ vorbei, erreichten wir den höchsten Punkt des Rennsteiges, den „Großen Berrberg“, den höchsten Berg Thüringens. Leider gab es, wie schon vor zwei Jahren, auf Grund des Nebels wieder keine Sicht von dem Aussichtssturm.



Dafür trafen wir einen Wanderer, den wir schon im letzten Jahr auf dem Rennsteig getroffen hatten. Er war auch dieses Jahr wieder alleine unterwegs. Da er dieses Jahr in unsere entgegengesetzte Wanderrichtung unterwegs war, konnten wir keine Wegesstrecke zusammenzurücklegen.
Wenig später erreichten wir das „ForstarbeiterInnendenkmal“, welches 1981 zu Ehren zehntausender WaldarbeiterInnen, freiwilligen HelferInnen sowie sowjetischen Soldaten errichtet wurde, die nach dem Windbruch von 1946 und den Borkenkäferjahren 1947-1949 den mittleren Thüringer Wald retteten. Dann war es soweit wir waren in Oberhof, also zuindest an der Skiarena. Hier und auf unserem heutigen weiteren Weg trafen wir auf viele aktuelle und künftige Medaillengewinnern im Skilauf und Biathlon, die auf ihren Skirollern auf Wegen durch den Wald unterwegs waren oder ihr Können an den Schießständen in der DKB Arena unter Beweis stellten.



Wir nutzten unseren Aufenthalt im Oberhofer Rennsteighaus, um dort eine heiße Dusche einzunehmen und später am Bratwurststand eine leckere Bratwurst zu verspeisen. Ein Eis gab es natürlich auch zum Nachtisch. Da wir alles aufgegessen hatten, manch einer hatte sein Taschengeld noch in weiteres Gebratenes investiert, zeigte sich auch die Sonne, so dass wir die letzten drei Kilometer des heutigen Tages ohne Regenjacke zurücklegen konnten. An der Schutzhütte „Axel“ angekommen, hatten Corvin und Deniz trotz der heutigen 17 Kilometer noch die Kraft einen „Maibaum“ aus dem angrenzenden Wald zu holen und neben unserer Hütte zu errichten. Nach kurzer Zeit wurde der Baum ohne Widerrede wieder zurückgeschafft, da die begleitenden Erzieher das Projekt „Maibaum“ in Frage stellten.
Tag 4 (04.08.2017) zeigte sich wettermäßig von seiner Schokoladenseite. Wir trafen auf unseren heutigen 16 Kilometern auf zahlreiche WanderInnen, teilweise auch per Rad. Zwei Eichhörnchen und ein Reh kreuzten auch unseren Weg. Heute konnten wir auch bei einem weiteren Aussichtsturm die gute Aussicht über Thüringen geniessen. Eine Dusche gab es für Interessierte auch, da wir abermals an einem Rennsteighaus vorbeikamen.



Kurz vor dem Ende der heutigen Laufstrecke verliessen wir den Rennsteig, da wir dieses Jahr Tambach Dietharz als Ziel unser Wanderung gewählt hatten. In unserer Nachtlagerhütte hatten wir vor drei Jahren auf unser allersten Rennsteigwanderung, damals mit Benny, Adrian E., Etienne und Paul übernachtet. Auch vor zwei Jahren hatten wir uns mit John, Lucas und Etienne in das Hüttenbuch eingetragen, so dass wir nun schon zum dritten Mal uns dort im Buch verewigten.



Bei unseren „Schlafhütten“ handelte es sich um ganz einfache Holzhütten, die verschieden groß sind und maximal Tische und Bänke als Einrichtungsgegenstände zählen. Als Bodengrund ist meist Kies/Schotter vorhanden.
An unserem fünften und letzten Tag (05.08.2017) gab es nur eine kleine Wanderstrecke zu bewältigen. Von der Hütte bis nach Tambach-Dietharz. Dort sollte nach einer Partie Minigolf ein leckeres Abschlussessen auf uns warten. Wir hatten vorsorglich einen Tag vorher bereits beim Gastwirt angerufen und so erfahren, dass auch ein Wildwasserrafting an diesem Tag vorgesehen war und zu dieser Veranstaltung mit Volksfestcharakter bis zu 10000 BesucherInnen erwartet wurden. So trat Plan B in Kraft. Wir suchten schnell die „Flucht“ aus Tambach-Dietharz raus und wollten eigentlich den Bus als Fluchtfahrzeug wählen. Da der nette Mann von der Freiwilligen Feuerwehr auch nicht alles wußte, schickte er uns zu einer Haltestelle, die heute nicht angefahren wurde. Von dort gab es zwei Optionen: 800 Meter zurück oder ca. 2 Kilometer zur nächsten Haltestelle. Wir gewannen den Wettlauf gegen die Zeit und den Bus und so konnten wir ab dem Nachbarort bis Gotha im Linienbus relaxen.



In Gotha wartete dann unweit des Bahnhofes beim Italiener ein leckeres Abschlußessen, das keine Wünsche offen liess.
Auch in diesem Jahr ernährten wir uns während unserer Wanderung hauptsächlich von leckerem „Travellunch“ , z.B. Hühnerrisotto, Nudeln in Tomatensauce oder Kräutersauce, Jägertopf mit Rindfleisch zum Abendbrot und diversen „Travellunch“ - Müslis zum Frühstück. Bei „Travellunch“ handelt es sich um gutschmeckende WandererInnen-/ BergsteigerInnennahrung, die nur mit kochendem Wasser(Mittag, Abendbrot), bzw. kalten Wasser(Müsli) zubereitet werden muss.
Von Gotha ging es nach Apolda zurück, wobei sich in Erfurt bereits die Wege trennten. Herr Besecke mal schnell zur Hochzeit seines besten Freundes nach Brandenburg und die anderen vier weiter Richtung Kinder- und Jugendhaus „An der Glockengießerei“.
Dort angekommen hatten wir viele Erlebnisse und Fotos im Gepäck und noch vier Tage Sommerferien vor uns.

 

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