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22.08.2016 Rennsteigwanderung von Masserberg nach Blankenstein

In diesem Jahr starteten wir den dritten Abschnitt der Rennsteigwanderung. Dabei waren Leandro aus der AWG, Gök-Deniz aus der Wohngruppe III, Etienne aus der Wohngruppe IV und die beiden Erzieher Herr Launhardt und Herr Besecke.











Etienne und die beiden Erzieher waren bereits 2015 und 2016 mit dabei.





Am 30.07.2016 gegen 08.40 Uhr starteten Leandro und Herr Besecke von der Herderstraße auf ihre erste Etappe Richtung Haupthaus. Dort wurde die restliche Ausrüstung verstaut und gemeinsam mit Deniz, Etienne und Herrn Launhardt ging es kurz nach 10.00 Uhr Richtung Apoldaer Bahnhof. Auf Grund der Nutzung von Bus und Bahn zwischen Apolda und Masserberg verlief dieser Streckenabschnitt sehr entspannt. Kurz vor 14.00 Uhr erreichten wir Masserberg, den Endpunkt 2015 und den diesjährigen Startpunkt unserer Rennsteigwanderung.











Als erstes gingen wir in den ortsansässigen Supermarkt, um unsere Wasservorräte und etwas Taschengeld auszugeben. Nun begann sie unsere Wanderung. An der Heidehütte vorbei, überquerten wir die ICE-Strecke Nürnberg-Erfurt, die unter uns in einem über 8 Kilometer langen Tunnel „Bleßberg“ lang führte. Nach einigen weiteren Kilometern erreichten wir eine Wiese auf der ein ehemaliger (Kohle)meiler unser erstes Nachtlager wurde. In dem Meiler, wo vor einigen Jahrzehnten noch Holzkohle produziert wurde, rollten wir unsere Isomatten auf Planen aus und nach einem leckeren Abendbrot und einigen Spielen Knack und Dobble krochen wir in unsere Schlafsäcke.





Am nächsten Morgen weckte uns die Sonne, schnell die Sachen zusammengepackt, ein Müsli zur Stärkung vertilgt und nun ging es weiter auf dem Rennsteig. An interessanten Hinweistafeln („Vögel des Waldes“, „Stockwerke des Waldes“) vorbei erreichten wir den „Dreistromstein“. An der Stelle entspringen Bäche, die später in die Weser, den Rhein und die Elbe münden – einmalig in Deutschland.





Etwas später machten wir eine Brotzeit mit Eiern und Brötchen aus Masserberg und einer mitgebrachten Fleischerwurst aus Apolda. Wir durchquerten Limbach. Dort hatte Gothelf Greiner im 18.Jahrhundert das Geheimnis der Porzellanherstellung auch entdeckt. Wir kamen durch ein Gebiet, wo riesige Maschine Bäume fällten, da aber gerade Sonntag war, standen die Räder still, aber so konnten wir alles genau inspizieren.











Steinheid, ein Ort mit Goldbergbau Vergangenheit und einer „Christbaumkugel“ gegenwart wurde ebenso erreicht, wie Stockhausen, eine Landschaft mit „Hütten“ nur aus Stöckern errichtet. Die Mittagsrast machten wir an einem Teich - eher Tümpel - mit wundervollem Mooswachstum und einem intakten Baum, wo man unter der Wurzel hindurchkriechen konnte.





Mit Neuhaus am Rennweg durchquerten wir kurz vor Ende des heutigen Tages mal wieder einen etwas größeren Ort und hatten Glück dass im Nachbarort eine leckere Bratwurst zur Stärkung vom „Kirmes-Rost“ auf uns wartete.











Kurz vorher wurde noch ein Pokemon gefangen und wir erhielten den Hinweis, dass unser Ziel „nur“ noch 51 Kilometer entfernt ist.





Heute am 2.Tag waren wir 13 Kilometer gewandert und als Nachtlager wählten wir eine Blockhütte am Wegesrand. Bei den Hütten handelt es sich um ganz einfache Holzhütten, die verschieden groß sind und maximal Tische und Bänke als Einrichtungsgegenstände zählen. Als Bodengrund ist meist Kies/Schotter vorhanden.





Auch das Wanderwetter war heute wieder top, so dass wir uns völlig entspannt nach dem Abendbrot und mehrerer Partien „Knack/Schwimmen“ und „Dobble“ zur Ruhe begaben.











Am Morgen des dritten Tages waren Deniz und Herr Besecke schon etwas eher auf. Da unsere Hütte zu dieser Zeit im Schatten stand, suchten wir ein sonniges Plätzchen in wenigen Metern Entfernung. Deniz begann dann Pflanzen durch geschickte Verknotungen noch schöner erscheinen zu lassen. Bevor er aber mit dem ganzen Feld fertig war, erwachten die Anderen. Die Sachen wurden wieder verstaut, es gab (mal wieder) Müsli und weiter ging es. Nach kurzer Zeit erreichten wir einen Supermarkt, wo Taschengeld ausgegeben wurde und neues Wasser, sowie Käse und Wurst für die nächste Brotzeit gekauft wurde.





Wir kamen am täglich geöffneten Werksverkauf von Christbaumkugeln in Lauscha vorbei. Davor stand sogar ein Weihnachtsmann (leider kein Echter). An Kühen vorbei ging es bergauf und bergab, die Triniuskreuzung und der Triniusblick wurden auch passiert. Wir kamen an einem ehemaligen Gebiet zur Gewinnung von „Griffelschiefer“ vorbei. Langsam kamen wir in Grenznähe, da wir am heutigen Tag die Grenze zwischen Thüringen und Bayern überschreiten sollten.





Spechtsbrunn war ein ehemaliger Grenzort zwischen der DDR und der BRD. An der Rastplatz „Kalte Küche“ machten wir eine Mittagspause. Der Ort heißt so, weil der Rennsteig hier die Handelsstraße Leipzig-Nürnberg kreuzt und früher schon die Fuhrleute hier eine kleine Rast mit Brot und Wurst gemacht haben. Wir hätten uns gerne am Kiosk noch ein Eis gekauft, aber leider war dieser montags geschlossen.











Wenig später kamen wir durch den Dichterwald, alle 50 Meter standen Bilder von mehr oder weniger bekannten deutschen Schriftstellern und dann hatten wir es geschafft, wir waren in Bayern, genauer im Landkreis Kronach.





An der ehemaligen Grenze gab es ein Mahnmal und da der ehemalige Rennsteigwanderweg mittlerweile an einer Bundesstraße entlangführt, wählten wir die mit dem blauen „R“ gekennzeichnete Alternativroute. Es gab einige Anstiege zum Tagesabschluss und so erreichten wir erschöpft nach den heutigen 20 Kilometern unsere Schutzhütte „Waidmannsheil“. Direkt neben der Schutzhütte stand bis 1988 ein Forsthaus, indem 1896 der „Rennsteigverein“ gegründet wurde.











Der nächste Tag (Tag 4) sollte es wettermäßig nicht ganz so gut mit uns meinen. Bei stetigem Dauernieseln machten wir uns gegen 10.30 Uhr auf den Weg. Nach einer Kurzwanderung von zwei Kilometern erreichten wir Steinbach am Wald. An einem 8 Meter hohen und 2,5 Meter breiten Obelisken vorbei, erreichten wir das Freizeit und Tourismuszentrum „Am Rennsteig“. Hier war eigentlich eine zweistündige Badepause im Hallenbad geplant, leider wird dieses Bad seit zwei Jahren umgebaut… So musste die Dusche noch warten. Gut das es den ganzen Tag stetig regnete.





Die Schutzhütte „Kurfürstenstein“ unser neues Nachtlager lag direkt an der ehemaligen Grenze, die man bestenfalls an dem niedrigen Strauch- und Baumwuchs auf dem ehemaligen „Grenzstreifen“ erkennen kann.





Leandro, Deniz und Etienne gaben sich der Blaubeersuche und Himbeersuche hin. Herr Launhardt und Herr Besecke bekamen an der Hütte derweil Besuch von einem ehemaligen Maurer und Fliesenleger, der nun im Rentenalter sämtliche Fernwanderwege Deutschlands bewandert. Er war seit zwei Wochen täglich 25 Kilometer unterwegs.





Als die drei Jugendlichen zurückgekehrt waren, gab es zum Abendbrot auch heute Leckeres „Travellunch“ (z.B. Hühnerrisotto, Nudeln in Tomatensauce oder Kräutersauce, Jägertopf mit Rindfleisch). Es handelt es sich um gutschmeckende WandererInnen-/ BergsteigerInnennahrung, die nur mit kochendem Wasser zubereitet werden muss.











Tag 5 war wettermäßig in etwa so wie der letzte Tag, so dass wir auch heute viel in unseren Regenjacken unterwegs waren, aber dafür gab es eine erfrischende warme Dusche im Rennsteighaus in Brennersgrün. Nach kurzer Zeit ging es aber schon wieder in den Regen hinaus, schnell an der wunderbaren gestalteten Miniaturwelt vorbei und Richtung Blankenstein (zu dem Zeitpunkt noch ca. 20 Kilometer entfernt).





Besonders ärgerlich war, dass wir gerade heute bei Starkregen einige Felder überqueren mussten. Leider passten wir auch einen Augenblick nicht auf und wählten den falschen Weg. Dafür erkundeten wir so den „Flößerweg“, riesige Schieferberge und wunderschöne Seen. Es waren auch nur zwei Kilometer mehr, die wir gelaufen waren und gegen 18.30 Uhr erreichten wir unsere Hütte „Am Kulmberg“.











Am 6. und letzten Tag, wir waren nur noch 10 Kilometer vom Ziel entfernt, gab es wieder super Wanderwetter. Der 400jährige Apfelbaum wurde links liegen gelassen und wir erreichten am frühen Nachmittag Blankenstein, das Ziel unserer Reise und das Ende des Rennsteiges. Schnell noch ein paar Fotos gemacht, den mitgeführten Stein von der Werra in der Saale versenkt und dann bei einem leckeren Schnitzel mit Pommes oder Kartoffelsalat erstmal entspannt und auf das Geleistete zurückgeschaut.





Am späten Nachmittag ging es dann per Bus und Bahn nach Apolda zurück, wo wir den Bahnhof kurz nach 19.00 Uhr erreichten.



Wir haben es nach drei Jahren geschafft, der Rennsteig wurde mit folgenden Wandergruppen bezwungen:





2014 mit Paul, Benjamin, Adrian E., Etienne, Herr Launhardt und Herr Besecke





2015 mit John, Lucas, Etienne, Herr Launhardt und Herr Besecke





2016 mit Deniz, Leandro, Etienne, Herr Launhardt und Herr Besecke



 

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