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15.07.2015Gruppenfahrt AWG

Gruppenfahrt der AWG nach Lützensömmern

Am ersten Ferientag nach dem anstrengenden Schuljahr 2014/2015 war es soweit, noch schnell ein Paar Nudeln zur Stärkung eingeworfen und dann startete die kurzweilige Fahrt von Apolda durch die Metropolen Niederroßla, Ober- und Niederreißen, Pfiffelbach, Buttstädt, Groß- und Kleinbrembach, Vogelsberg, Sömmerda und Straußfurt nach Lützensömmern (Fahrstrecke ca. 60 Kilometer).

In Straußfurt wurde noch schnell der ortsansässige Supermarkt geentert, um Proviant für die Lunchpakete der nächsten Tage und Knabberverpflegung für die Zeit zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang zu kaufen. Und dann lag es vor uns das Rittergut Lützensömmern im schönen Dorfe Lützensömmern mit seinen 200 EinwohnerInnen.



Auf dem ehemaligen Rittergut ist seit Anfang der 90er Jahre ein Tagungshaus untergebracht, wo man als Privatgast aber auch auf Klassenfahrt, Ferienfreizeit oder Ausflug nächtigen kann. Übernachten konnte man in Zelten, in einem Bauwagen, in 6-Bettzimmern, in 2-Bettzimmern, in Ferienwohnungen oder sogar in „Rittersuiten“. Da ein Teil der Zimmer schon vergeben war (es waren gerade 30 Kinder/Jugendliche im Ferienlager dort) und wir unsere Zelte nicht dabei hatten, übernachteten wir in zwei nebeneinander liegenden Ferienwohnungen. Eine für das männliche Geschlecht und eine für das weibliche Geschlecht. Eine Ferienwohnung bestand aus einem Wohnbereich und darüber gab es zwei separate Schlafzimmer.



Für Adrian, der über 14 Jahre in der Außenwohngruppe wohnte und zum 16.07.2015 in die Verselbstständigungsgruppe gezogen war und für Julia, die nach knapp zwei Jahren wieder nach Gera zu ihren Eltern zurückgekehrt war, war es die letzte gemeinsame Gruppenfahrt. Für die anderen Drei (Max, Oliver und Juline) die erste gemeinsame Fahrt.
Nachdem die Sachen ausgepackt und die Betten bezogen waren, wollten wir gleich das Gelände erkunden, leider machte uns der Regen einen Strich durch die Rechnung. Zum Glück blieb dieser montägliche Regen das einzige kühle Nass von oben (vom täglichen Duschen abgesehen) in den drei Tagen.
Irgendwann hatte aber auch der Wettergott ein Einsehen mit uns und das Gelände des Rittergutes konnte erkundet werden. Es gab sehr viel Grün, eine Lagerfeuerstelle, eine „Grillkatze“, ein Lehmbackofen, ein Steinbackofen, einen leider nicht mehr intakten Barfußpfad, viele Tiere (Pfau, Kaninchen, Meerschwein, Esel, Alpaka, Katze,…), einen Spielplatz, zwei Tischtennisplatten, einen Volleyballplatz und vieles mehr zu entdecken.



18.30 Uhr gab es Abendbrot, ein reichlich gedeckter Bufettisch mit allem was das Herz begehrte stand bereit. Nach einem ergiebigen Abendmahl, das diesmal nicht so oft wie in der Außenwohngruppe am Spülbecken endete und einigen Partien „Gelini catch me!“ gab es ein paar Runden „Autokarten“, laut wikipedia auch „Supertrumpf“, „Megatrumpf“ oder „Autoquartett“ genannt. Bei den abgebildeten Fahrzeugen handelte es sich um Feuerwehrfahrzeuge und eigentlich schien der Gewinner im Vorfeld klar. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! Nach zwei grandiosen Siegen des Herausforderers quatschte man bis zum Schlafengehen noch über Gott und die Welt und so spielte das fehlende Handynetz in Lützensömmern nur eine untergeordnete Rolle.



Am nächsten Morgen erwachte man durch einen Hahnenschrei vom Nachbargelände und hörte die Vögel zwitschern. Nach einem wieder sehr reichhaltigen Frühstück, nährte man sich den Tieren des Rittergutes um ihnen etwas Gutes zu tun, später wurde eine ca. 200 Meter lange Murmelbahn (das 5-10 Fache wäre möglich gewesen) gebaut und dann ging es auch schon Richtung Henschleben zur Unstrut.



Nach einer kurzen Einweisung von dem ansässigen Paddelcoach wurden die zwei Kanus bestiegen und man stürzte sich in die reißenden Fluten. Nach zwei Stunden fröhlicher Paddellei erreichten fast alle wieder trocken das Ufer.



Nun war es der Auftritt der Sonne, die sich von ihrer schönsten Seite zeigte und unsere kurze Wanderung von der Anlegestelle zum Bus und die Fahrt aufs Rittergut zurück für alle unvergessen machte. Als dann noch der „Eismann“ auf seiner täglichen Tour das Rittergut ansteuerte und das Grillgut endlich fertig gebraten war, konnten wir den Tag ausklingen lassen.



Am dritten und leider schon letzten Tag hieß es dann noch Frühstücken, Zimmer räumen und fegen, dann ein kurzen Abstecher zur Funkenburg Westgreußen (rekonstruierte germanische Wehrsiedlung) und wieder in das schöne Apolda, ach nein kurz vor der dortigen Ankunft noch schnell einen Abstecher zum Bus voll tanken und Döner essen nach Oberroßla.

Das war sie die Gruppenfahrt der AWG 2015.

 

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